6 Schritte zum Frieden

Puh. Harte Ansage. 

Eine Anleitung zum Frieden. In Zeiten wie diesen ganz schön anmaßend. Darf man seinen inneren Frieden anstreben während da draußen gerade die Welt aus den Fugen gerät?

Achtsamkeit sei narzisstisch, so Theodore Zeldin, Historiker an der Universität Oxford der  das Konzept "Mindfulness" kritisch sieht. Mag sein, Meditation löst keine sozialen Probleme, aber kann man empathisch sein , wenn man noch nicht mal sich selbst versteht? Ein anderes, ganz eigenes Kapitel.

Klar ist, wir können nicht alles beeinflussen was uns passiert. Gutes nicht. Vermeintlich schlechtes nicht. Aber wir können unsere Sicht auf Dinge verändern, können hinterfragen, neue Wege gehen, annehmen. Die folgenden 6 Schritte sind keine Feel-Good-Formel, keine Garantie für garnix. Und manche klingen ganz widerlich nach Klischee, 1000 Mal gehört, immer schon blöd gefunden. Traurige Tatsache: sie sind wahr. Let´s go:

#1 ACCEPT

Nimm die Dinge an wie sie kommen. Jedes höchste Hoch und tiefste Tief. Das ist schwer? Ja klar, etwas anderes habe ich nie behauptet, aber wenn man sich bewusst macht, dass jeder Moment nur ein kleiner Ausschnitt aus diesem Rollercoaster Leben ist, macht es gar keinen Sinn mehr sich in Situationen zu verlieren und das ewige "was wäre wenn. und hätte ich doch." Spiel zu spielen.

Wie großartig überhaupt, dass wir in der Lage sind die volle Bandbreite an Gefühlswahnsinn erleben zu dürfen. Unendliches Unglück bis zu völliger Extase. Alles mitnehmen. Das nennt sich LEBEN!

#2 DO YOGA

Das Bedarf keiner weiteren Erklärung. Wann immer, wo immer. Yoga tut gut!

#3 GRATITUDE

Sei Dankbar! Wir stecken oft so sehr in unseren vermeintlichen Problemen, machen uns das Leben kompliziert, zerdenken und zerreden Dinge anstatt einfach mal inne zu halten und zu registrieren wie gut es uns geht. Und ich wette, jeden Tag fällt dir mindestens eine Sache ein, die gut war!

#4 MEDITATE

Für den einen bedeutet Meditation 1 Stunde im Lotussitz Mantras zu rezitieren, für den anderen einfach nur bewusst Zeit mit sich selbst zu verbringen, in sich zu gehen, hinzuhören. Das kann auch mal ein Dinner mit sich selbst sein oder 1 Stunde auf dem Sofa liegen und an die Decke starren. Was auch immer es für dich bedeutet - mach es!

#5 SPEND TIME IN NATURE

Die Macht der Natur wird in vielerlei Hinsicht unterschätzt. Was wir aber regelmäßig vergessen, ist die unglaubliche Wirkung, die die Natur auf unser Seelenleben haben kann. Für mich sind es die Berge, die mich immer wieder demütig stimmen. Auf einem Gipfel zu stehen und diese mächtigen, riesigen Brocken zu sehen, die völlig unbeeindruckt und bescheiden über uns hinwegsehen, das lässt heute noch, auch wenn 1000 Mal gesehen, meinen Atem stocken und meinen Körper durchfährt ein kleines Glitzergewitter.

#6 SMILE

Lächeln bewirkt wunder. Insbesondere wenn man sich garnicht danach fühlt. Fake it till you make it. Das bedeutet nicht, dass man nicht traurig sein darf. Ich bin der größte Beführworter von Herzschmerz-rauslassen, Leiden wenn man es braucht und Gefühlen freien Lauf lassen, aber die restliche Zeit bitte Mundwickel nach oben ziehen. Das macht unweigerlich glücklich.

alles wird gut.

Anna Hacker