Irgendwann ist irgendwo irgendwas explodiert und hat, ob nun Zufall oder höhere Macht, dafür gesorgt dass so etwas wie Leben entsteht. Seitdem wuseln 7 Millarden Menschen auf diesem Erdball vor sich hin und suchen... Ja was denn eigentlich? Wir lieben und leiden, wir streiten und sorgen uns, sind super busy und reif für die Insel. Wir essen, trinken, fasten und trainieren, arbeiten, streben und scheitern. Und am Ende sterben wir. Ausnahmslos alle. Wozu dann das Ganze? Worum geht es am Ende? Was ist es, das wir, würden wir am Himmelstor gefragt "und? war gut?", erreicht, erlebt, geschaffen oder hinterlassen haben wollen?

Glücklich sein. Das klingt doch nach einem guten Plan. Unterm Strich geht es darum glücklich zu sein. Also lasst uns das Glück suchen. Aber was ist Glück? Wie fühlt sich das an? Und ist das nicht für jeden etwas anderes? Und ist das überhaupt möglich - Glück als dauerhafter Zustand? Viel zu viel ist doch garnicht vorhersehbar, mit Geld nicht zu kaufen, nicht zu beeinflussen und oft ist man doch auch wenn man vermeintlich alles hat ganz schrecklich unglücklich. 

Wenn ich an glückliche Momente denke, dann sind es Menschen, die mir einfallen, Orte an denen ich war und lustige Situationen wo man sich vor Lachen fast in die Hose macht. Und komischer Weise sind rückblickend auch die traurigen Momente völlig ok und auf ihre Weise schön, weil ich das unendliche Glück habe Menschen um mich zu haben, die mich begleiten. Die alles mit mir teilen. Selbst jetzt in diesem Moment bringt mich das zum Lachen. Ich glaube die Welt könnte in noch so großen Schwierigkeiten stecken - also so richtige Jurassic Park V mäßige Schwierigkeiten -  es gibt ein paar Menschen, solange die da sind, kann mir garnix passieren. Wir würden weiter lachen. Jeder noch so tragischen und aussichtslosen Situation etwas komisches abgewinnen.

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Dann geht es also garnicht unbedingt darum pausenlos glücklich zu sein, sondern darum Menschen um sich zu haben, mit denen es egal ist ob gerade alles toll ist oder gerade alles den Bach runter geht. Sind es am Ende tatsächlich Beziehungen um die es geht? Aber was ist mit dem "man muss sich selbst lieben", "du musst dir selbst am nächsten sein", "die wichtigste Beziehung, ist die Beziehung zu dir selbst" BlaBla? Alles falsch? Nein. Ganz im Gegenteil. Sein innerstes Innere wird sowieso niemals jemand kennen. Immer bleibt ein kleines Fleckchen Selbst, das nur uns gehört, das nur wir selbst kennen. Bei den einen mehr, bei den anderen weniger. Aber immer bleibt etwas, das anderen verborgen bleibt. Ein schöner Gedanke finde ich. Ein großer Besitz. Ein Schatz. Aber alles andere von uns, wird geprägt und beeinflusst von den Menschen mit denen wir uns umgeben. Unweigerlich hat jede Beziehung, völlig egal wie intensiv oder beiläufig, Einfluss auf unser Dasein. Der berühmte Flügelschlag. Auch ein schöner Gedanke. Finde ich. Also Augen Auf da draußen! Ist alles ein Teil von Euch!